Sommerferien
Wir wünschen allen erholsame Ferien und einen tollen Sommer! Vom 1. August bis 14. September 2026 sind wir in der Sommerpause und nur eingeschränkt erreichbar. Am 15. September 2026 starten wir ins neue Schuljahr!
Wir wünschen allen erholsame Ferien und einen tollen Sommer! Vom 1. August bis 14. September 2026 sind wir in der Sommerpause und nur eingeschränkt erreichbar. Am 15. September 2026 starten wir ins neue Schuljahr!
(K)ein Stück von Tschechow / Jahrgangsinszenierung / Ausgezeichnet mit einem Ensemblepreis beim Schauspielschultreffen 2026 in Rostock
© Judith Buss
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„Wenn du im ersten Akt eine Pistole platzierst, dann muss im dritten Akt ein Schuss fallen“, diesen Rat gab Anton Tschechow einmal einem Schriftstellerkollegen. Tatsächlich bringt sich in den Stücken Tschechows häufig eine der Figuren um, oder versucht, jemand anderen zu erschießen – immer die männlichen Figuren. Und obwohl die Texte von Anton Tschechow von vielen unterschiedlichen Figuren mit individueller Tiefe bevölkert sind, stehen die Frauen meist neben den Männern namens Iwanow, Trigorin oder Wanja im Rampenlicht. In der Jahrgangsinszenierung der Otto Falckenberg Schule werden sie mehr in den Blick genommen: Nina, Anna, Mascha, Sonja – ihre individuellen Sehnsüchte, Ängste und Beschränkungen setzen sich auf der Bühne in ein neues Spannungsverhältnis.
Die Geschwister Mascha Tschechowa und Anton Tschechow nehmen das Publikum mit auf eine Wanderung durch Tschechows Werk. Das menschliche Leben bis in die alltäglichsten Details ausleuchtend, untersucht Anton Tschechow das Individuum mit seinen Träumen und Schwächen, das Scheitern in der eigenen Biografie.
Kurz vor ihrem Schauspielabschluss setzen sich die Studierenden des 3. Schauspieljahrgangs der Otto Falckenberg Schule ins Verhältnis zu den Figuren: Was bedeutet es, zu schwach zu sein, um das Leben zu leben, von dem man träumt? Wie steht es um Abhängigkeiten, wie schafft man es loszugehen? Werde ich das richtige Leben gelebt haben? Lizzy Timmers ist Performerin und Regisseurin und war bis 2024 künstlerische Co-Leiterin am Theaterhaus Jena. Durch ihre Arbeitsweise schafft sie es, die individuellen Interessen und Fähigkeiten aus den Spielenden hervorzuholen und sie zu einer humorvollen und ansteckenden szenischen Reise zu verbinden.
Ausgezeichnet mit einem Ensemblepreis beim Schauspielschultreffen 2026 in Rostock
In einem temporeichen Best-of spielen sich die elf Darstellenden des Abschlussjahrgangs in der Therese-Giehse-Halle der Kammerspiele durch das Werk des russischen Dramatikers: ein dichtes Labyrinth unerfüllter Liebesbeziehungen, Sehnsüchte und Zukunftsängste. „Anna, Mascha und Julia“ heißt der energetische Abend, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Figuren auszuleuchten, die bei Tschechow im Verborgenen bleiben. […] Unter der Regie von Lizzy Timmers wälzt der Abschlussjahrgang das Repertoire um, füllt Lücken mit eigenen Texten und setzt Zäsuren. […] Die Stärke des Abends liegt in der schauspielerischen Präzision. […] Immer wieder positionieren sich die talentierten Spielerinnen und Spieler im Schwarm um das Bühnenpodest und werden
selbst zum Publikum ihrer verworrenen Szenen: Was, wenn die Zukunft noch vor einem liegt und sich das Leben doch schon verbraucht anfühlt? Ist das, was ich tue, Beruf oder Berufung? Vielleicht, so zeigt dieser aufrüttelnde Abend, hilft gegen die Angst vor dem Scheitern vor allem eines: der Mut zur Lücke.
Süddeutsche Zeitung, Ella Rendtorff, 16.02.2026
Kinodokumentarfilm von Ronja und Niklas von Wurmb-Seibel / Eine Veranstaltung von Bühne für Demokratie e.V.
„Ein eindrücklicher, intensiver und überaus wichtiger Film“ (NDR)
Kabul, 11. Dezember 2014: Bei der Premiere eines Stücks der Theatergruppe AZDAR, das von Selbstmordanschlägen handelt, sprengt sich ein 17-Jähriger in die Luft. Manche Zuschauer klatschen zunächst, weil sie die Explosion für Teil der Inszenierung halten – bis Panik ausbricht.
Der Dokumentarfilm TRUE WARRIORS erzählt die Geschichte der Menschen, die an diesem Tag auf der Bühne standen. Mit ihrem Stück wollten sie ein Zeichen gegen den Terror setzen, der ihre Gesellschaft zerfrisst – nun sind sie selbst von Angst gelähmt. Theater spielen? Unvorstellbar. Als Musiker bekannt werden? Zu gefährlich. Erst als die Gewalt sie ein zweites Mal trifft, stellen sich die Künstler mit aller Kraft ihrer Ohnmacht entgegen, radikalisieren sich künstlerisch und beginnen, ihr Trauma zu überwinden. TRUE WARRIORS zeigt uns, dass wir dem Terror mehr entgegensetzen müssen als Hass und Angst.
Niklas und Ronja von Wurmb-Seibel lebten 2014 in Kabul und lernten kurz vor ihrem Umzug nach Deutschland den Regisseur Nasir Formuli kennen. Er lud sie zur Premiere ein, doch ihr Flug ließ sich nicht verschieben. Nach dem Anschlag beschlossen sie, den Tag und die Reaktion der Künstler in einem Dokumentarfilm festzuhalten.
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit Niklas von Wurmb-Seibel, Faieqa Sultani (Protagonistin) und Alireza Haidary (ihr Mann, Filmemacher/Kameramann) statt.
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Die Einnahmen kommen der Kabul Luftbrücke zugute.
Wie war es damals an der Falckenberg? Was bedeutet es heute, auf großen Bühnen und Leinwänden zu stehen – oder selbst hinter der Kamera zu stehen?
Unser Gast im nächsten „Back to school“ ist Ina Weisse (Abschluss 1992): Nach ihrer Ausbildung an der OFS sammelte sie Theatererfahrung an den Münchner Kammerspielen, dem Hans-Otto-Theater Potsdam und dem Nationaltheater Mannheim. Seit 1994 wirkte sie in über 50 Film- und TV-Produktionen mit und wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis.
Doch Ina Weisse blieb nicht nur vor der Kamera: Nach einem Filmregiestudium an der Hamburg Media School bei Hark Bohm debütierte sie 2008 mit Der Architekt (mit Sandra Hüller und Sepp Bierbichler) als Langfilm-Regisseurin. Es folgten ein Dokumentarfilm über die Neue Nationalgalerie (2016), Das Vorspiel mit Nina Hoss (2019) und zuletzt Zikaden, mit Nina Hoss und Saskia Rosendahl – Premiere 2025 auf der Berlinale.
Mit Ina Weisse sprechen wir über Schauspiel, Regie und die Frage, wie das eine das andere prägt.
Der Abschlussjahrgang Schauspiel 2027
WORK 2026, PRESS START
Vom 22. – 25.07. wird der Werkraum der Münchner Kammerspiele zur GAMING ZONE gemacht!
Kurz vor Ende des Schuljahrs – und somit auch kurz vor der Spielzeitpause – bespielen die Studierenden der Otto Falckenberg Schule vier Abende hintereinander den Werkraum.
Zu sehen sein wird wie jedes Jahr ein buntes Potpourri aus bereits gearbeiteten oder fürs WORK neu entstandenen Monologen, Szenen, Gesang, Tanz, Performance und Improvisation. Hierbei geht es uns weniger um einen stringenten dramaturgischen Überbau, als darum zu zeigen, was wir für wichtig, interessant und lustig halten.
Auch dieses Jahr versuchen wir wieder die Zugänglichkeit des Festivals mit in den Fokus zu rücken und es inklusiver zu gestalten.
Wenn ihr Unterstützung in Bezug auf Barrierefreiheit oder Inklusion benötigt, bitten wir euch, zusätzlich zum Erwerb eines Tickets eine kurze Anmeldung an folgende E-Mail-Adresse zu senden: work.festival.ba[at]gmail.com.
Teilt uns darin bitte mit, an welchem Tag ihr kommen möchtet, wie viele Tickets ihr benötigt und wie wir euch bestmöglich unterstützen können, damit ihr den Abend in vollen Zügen genießen könnt.
In den Pausen und im Anschluss an das Gesehene besteht im Festivalzentrum außerdem die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Merch zu erwerben oder einfach ein kühles Getränk zu genießen!
Wir freuen uns gemeinsam mit Euch, dass nächste Level zu starten!
Die Studierendengemeinschaft der Otto Falckenberg Schule
Lieder und Geschichten mit dem 3. Jahrgang Schauspiel
„Es war einmal eine Frau, die hatte keine Kinder, erst hat sie lange geweint, aber dann wurde sie sehr böse …“ Zwischen Gut und Böse, Hoffnung und Abgrund, Engel und Teufel entwirft der 3. Jahrgang Schauspiel mit Georgette Dee einen musikalisch-literarischen Abend zum Menschsein. Inspiriert von alten Mythen, Legenden, Bulgakows „Der Meister und Margarita“ und aktuellen Fragen unserer Zeit entstehen eigene Geschichten über Macht, Unschuld, Sehnsucht und die ewige Suche nach dem Guten. Sind wir Menschen Engel und Teufel zugleich? Muss mensch sein eigenes Sein immer wieder neu justieren?
Ein poetisch-musikalischer Abend über das Lebendigsein.
nach dem Roman von Pitigrilli / Regieprojekt von Melina Dressler
© Dominik Alves
© Dominik Alves
© Dominik Alves
© Dominik Alves
© Dominik Alves
Kontrollieren Sie Ihre Bedürfnisse?
Manche Menschen konsumieren, um mehr zu fühlen. Andere, um überhaupt noch etwas zu fühlen. Mit dieser Inszenierung werden Sie Kokain konsumieren. Ob Sie wollen oder nicht.
Pitigrillis Skandalroman „Kokain“ erschien 1921 und erzählt vom Europa der Zwischenkriegszeit: von einer jungen Generation zwischen Erschöpfung und Exzess, Größenfantasien und Orientierungslosigkeit. Seine schonungslos zynische Sprache und präzise Gesellschaftsbeobachtung wirken bis heute erstaunlich gegenwärtig.
Im Zentrum steht Tito Arnaudi: Journalist, Hochstapler, Performer seiner selbst. Er konsumiert nicht nur Kokain, sondern Möglichkeiten — Erfolg, Aufmerksamkeit, Beziehungen, Intensität. Zwischen einer dekadenten Gesellschaft, journalistischen Machtspielen und obsessiven Beziehungen zur selbstbestimmten Maud und der mondänen Kalantan verschwimmen Realität, Halluzination und moralische Grenzen zunehmend. Während Tito immer tiefer in Abhängigkeit und Lebensverneinung gerät, versuchen Maud und Kalantan auf unterschiedliche Weise, in dieser Welt zu bestehen: durch Anpassung, gesellschaftlichen Aufstieg oder radikale Selbstinszenierung. Auch Pietro und die Zeitungsdirektorin bewegen sich mit bitterem Humor durch eine Gesellschaft, die längst verlernt hat, zur Ruhe zu kommen. „Die ersten Dinge, die das Kokain vernichtet, sind der Wille und die Scham“, schreibt Pitigrilli.
Die Bühnenadaption erzählt von Ausbrüchen und den Konsequenzen von Grenzenlosigkeit, von Menschen, die zwischen Drogenrausch, emotionaler Leere und dem Wunsch taumeln, sich selbst und der Welt zu entkommen. Wann kippt Rausch in Abhängigkeit? Und wie viel braucht es davon, um in dieser Welt bestehen zu können?
Content Note: Thematisierung von Drogenkonsum, Suizid und sexueller Gewalt
von Ödön von Horváth / Regieprojekt 2. Jahrgang von Emily Zahira Binding
Horváth meets Harmony Korine: Fünf Jugendliche streunen durch einen Wald, auf der Suche nach einer Utopie, Geborgenheit, etwas Neuem, geleitet von fast hundert Jahre alten Texten. Ideologie und Identität im Rausch. Alle Kunst kommuniziert aus der Gegenwart und so muss sich Italienische Nacht von Ödön von Horváth unseren Realitäten stellen. Junge Menschen, die ihre Ideale aneinander knallen lassen, die versuchen, sich aus der politischen Apathie einer Hyperästhesie herauszuziehen, sich lieben und hassen zu lernen.
Eine Produktion der Otto Falckenberg Schule in Kooperation mit dem Münchner Volkstheater und den Münchner Kammerspielen.
Die Studierenden des dritten Jahrgangs der Otto Falckenberg Schule München wurden für ihre Jahrgangsinszenierung „Anna, Mascha und Julia“ beim Schauspielschultreffen in Rostock mit einem Ensemblepreis ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere die außergewöhnliche kollektive Leistung der Schauspieler*innen, die mit Präzision, Mut und großer künstlerischer Geschlossenheit überzeugten.
In ihrer Begründung hob die Jury hervor, dass es dem Ensemble gelungen sei, den russischen Dramatiker Anton Tschechow selbst auf die Bühne zu holen und dessen Figuren, Zweifel, Widersprüche und menschliche Verletzlichkeiten eindrucksvoll sichtbar zu machen. Die Inszenierung von Lizzy Timmers eröffne dabei einen neuen Blick auf Tschechows Werk und verbinde intime Momente mit großer dramaturgischer Klarheit.
„Ihr habt ganze Familiendynamiken, Generationen, Krisen, Beziehungen, Enden und Anfänge aufgezeigt, wart dabei fein und furchtlos. Als hättet ihr euch Tschechows Werk gepackt, euch als Gruppe auf es drauf gestellt, den wackligen Grund gemeinsam stabilisiert und seine Essenz langsam nach oben geschoben, ohne jemals abzurutschen.“ schreibt die Jury.
Die Jury betonte außerdem die bemerkenswerte Ensemblearbeit: Statt einzelne Leistungen hervorzuheben, entstand auf der Bühne ein gemeinsamer künstlerischer Raum, der durch Ernsthaftigkeit, Souveränität und gegenseitiges Vertrauen geprägt war. Die Figuren wirkten nicht gespielt, sondern gefunden – ein Eindruck, der das Publikum nachhaltig beeindruckte.
In der Begründung heißt es weiter, die Darsteller*innen hätten gezeigt, wie kraftvoll und berührend Theater sein kann, wenn es aus einem gemeinsamen künstlerischen Prozess heraus entsteht.
Mit dem Ensemblepreis in Höhe von 5.000€ wird das Ensemble des dritten Jahrgangs der Otto Falckenberg Schule für ihre herausragende künstlerische Leistung ausgezeichnet.
Die nächsten Vorstellungen von „Anna, Mascha und Julia“ finden am 28. und 29.6.26 um 20 Uhr in der Therese-Giehse-Halle der Münchner Kammerspiele statt.
Live-Hörspiel
Plopp. Worte blubbern auf, Gedanken verlieren ihren Faden. Sprech- und Gesprächsversuche geraten ins Taumeln. Plopp. Frauen unterwegs in der Nacht: Sie treffen sich in Bars, Clubs, auf der Straße, betrinken sich und reden übers Bier, über sich selbst, über Sex, über den Sinn des Lebens und darüber, dass sie vergessen haben, worüber sie eigentlich reden wollten. Plopp. Erzählt wird die Geschichte junger Menschen. Jahrelang gesammelte Gesprächsfetzen ergründen Formen von Kommunikation, die im Laufe massiven Bierkonsums entstehen. Plopp. Ein Live-Hörspiel zwischen Komik und Abgrund, zwischen Sprachlust und Sprachverlust.
Aufführungsrechte henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin GmbH
Wie war es damals an der Falckenberg? Was bedeutet es heute, auf den großen Bühnen oder Leinwänden oder in einem ganz anderen beruflichen Umfeld zu stehen? Mit Back to school haben wir in der vergangenen Spielzeit ein Gesprächsformat ins Leben gerufen, in dem Absolvent*innen der OFS aus unterschiedlichen Jahrgängen zurück an den Ort ihrer Ausbildung kommen und mit Tim Bergmann, ebenfalls Absolvent (Abschluss 1995), über Schulzeit, Beruf, Handwerk und Kunst sprechen.
Unsere Gäste im Mai sind Elizabeth Blonzen (Abschluss 1994) und Merlin Sandmeyer (Abschluss 2016), der krankheitsbedingt im Dezember nicht kommen konnte.
Elizabeth Blonzen hatte nach der Ausbildung zahlreiche Engagements an renommierten Theatern, wirkte in zahlreichen Kino- und TV Produktionen mit, und hat eine Professur für Rollengestaltung am Max-Reinhardt -Seminar.
Merlin Sandmeyer erhielt während der Ausbildung den O. E.-Hasse-Preis für Nachwuchsdarsteller der Akademie der Künste Berlin, trat 2016 sein Erstengagement am Burgtheater Wien an, wechselte 2018/19 ans Thalia Theater Hamburg, wo er derzeit als fester Gast arbeitet.